Berufliche Integration

Berufliche Massnahmen (BM)

Die auf der Rechtsgrundlage des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) nach Art. 15 bis 18 basierenden Beruflichen Massnahmen sollen die körperlich, geistig oder psychisch eingeschränkte Erwerbsfähigkeit wieder herstellen, verbessern oder erhalten.

Das Angebot der Beruflichen Integration der Stiftung azb umfasst die Bereiche

Schnuppertage

Mit Blick auf die nachfolgende Berufsbildung absolviert der Schüler im geschützten Umfeld diverse praktische Arbeiten bzw. Arbeitsproben im gewählten Beruf. Dabei lernt er einen Beruf kennen und kann im Anschluss für sich entscheiden, ob diese Berufsrichtung für ihn in Frage kommt.

 

Probewochen

Mit Blick auf die nachfolgende Berufsbildung absolviert der Schüler im geschützten Umfeld diverse praktische Arbeiten bzw. Arbeitsproben im gewählten Beruf (bei praktischer Ausbildung maximal zwei Berufe). Im Zentrum steht die Überprüfung der Ressourcen, der Eignung des gewählten Berufs, des zu empfehlenden Bildungsniveaus sowie die notwendigen Begleitungsmassnahmen (geschützter Rahmen, begleitetes Wohnen, usw.).

 

Abklärung der Eingliederungsfähigkeit

Die Abklärung der Eingliederungsfähigkeit erfolgt im geschützten Umfeld, mittels wirtschaftsnahen praktischen Arbeitsproben, in verschiedenen Bereichen. Das Ziel besteht darin, eine Beurteilung der momentanen Situation (Leistungsfähigkeit, Einsatzmöglichkeit, Belastbarkeit, etc.) hinsichtlich der Eingliederungsfähigkeit in den ersten Arbeitsmarkt zu erlangen.

 

Grundabklärung beruflicher Art

Die Grundabklärung beruflicher Art erfolgt im geschützten Umfeld, mittels wirtschaftsnahen praktischen Arbeitsproben, in verschiedenen Bereichen und mit verschiedenen standardisierten Testverfahren sowie einer, dem Ausbildungsniveau angepassten schulischen Lernstandserfassung. Das Ziel besteht darin, eine Beurteilung der momentanen Situation (Leistungsfähigkeit, Einsatzmöglichkeit, Belastbarkeit usw.) hinsichtlich der Eingliederungsfähigkeit in den ersten Arbeitsmarkt zu erlangen.

 

Berufliche Abklärung

Die berufliche Abklärung erfolgt in den definierten Tätigkeitsgebieten mittels praktischem Einsatz und verschiedenen standardisierten Testverfahren sowie einer, dem Ausbildungsniveau angepassten schulischen Lernstandserfassung. Das Ziel ist eine Überprüfung der persönlichen, kognitiven und gesundheitlichen Ressourcen im Hinblick auf einen beruflichen (Wieder-)Eintritt ins Erwerbsleben.

 

Vorbereitung auf eine Ausbildung

Die Vorbereitung dient als zielgerichteter Einstieg in die berufliche Grundbildung oder Umschulung. Dabei werden hauptsächlich die schulischen, persönlichen und sozialen Kompetenzen sowie die für den Beruf erforderlichen Schlüsselqualifikationen gefördert. Bei der Vorbereitung erfolgt bereits eine berufsspezifische Grundausbildung mit einem individuellen Förderplan.

Erfolgt die anschliessende Ausbildung im ersten Arbeitsmarkt, werden nach Bedarf in Partnerbetrieben externe Praktika absolviert.

 

Erstmalige berufliche Ausbildung

Die erstmalige berufliche Ausbildung wird auf Stufe EFZ, EBA und PrA angeboten und dient als berufliche Grundbildung. Sie qualifiziert die Absolventen bei erfolgreichem Bildungsabschluss zu einer selbständigen Berufstätigkeit, vorzugsweise im ersten Arbeitsmarkt.

Die schulische Bildung erfolgt an der zuständigen Berufsfachschule.

Zur Überprüfung der Entwicklung und Eingliederungsfähigkeit finden während der Ausbildung Praktika im ersten Arbeitsmarkt statt. Bei Eignung kann direkt eine Ausbildung an einem geeigneten Ausbildungsplatz im ersten Arbeitsmarkt, mit (siehe Supported Education) oder ohne Begleitung (Lehrstellenwechsel) der Ausbildungseinrichtung, erfolgen.

 

Umschulung

Umschulungen basieren auf den vordefinierten Standards der beruflichen Grundbildungen EBA/EFZ. Sie qualifizieren die Absolventen bei erfolgreichem Bildungsabschluss zu einer selbständigen Berufstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt.

Die schulische Bildung erfolgt an der zuständigen Berufsfachschule.

Zur Überprüfung der Entwicklung und Eingliederungsfähigkeit finden während der Ausbildung Praktika im ersten Arbeitsmarkt statt. Bei Eignung kann direkt eine Ausbildung an einem geeigneten Ausbildungsplatz im ersten Arbeitsmarkt, mit (siehe Supported Education) oder ohne Begleitung (Lehrstellenwechsel) der Ausbildungseinrichtung, erfolgen.

 

Ausbildungen im ersten Arbeitsmarkt

Ausbildungen im ersten Arbeitsmarkt werden als erstmalige berufliche Ausbildung oder als Umschulung auf Stufe EFZ, EBA und PrA (nach INSOS) angeboten. Sie richten sich an Personen, welche eine Begleitung oder Unterstützung ohne geschützten Rahmen benötigen. Sie qualifiziert die Absolventen bei erfolgreichem Bildungsabschluss zu einer selbständigen Berufstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt.

Die schulische Bildung erfolgt an der zuständigen Berufsfachschule.

Die berufspraktische Ausbildung erfolgt bei einer Partnerfirma im ersten Arbeitsmarkt und wird durch einen ausgebildeten und erfahrenen Job Coach der Stiftung azb nach den Konzepten Supported Employment und Supported Education begleitet.

 

Arbeitstraining

Das Ziel der Arbeitstrainings ist ein praktischer Einsatz in einem für die Wiedereingliederung geeigneten Tätigkeitsgebiet.

Das Arbeitstraining erfolgt anfänglich durch wirtschaftsnahe, praktische Arbeitsproben im geschützten Umfeld sowie modularen Ausbildungen in geeigneten Tätigkeitsbereichen. Erreicht die Belastbarkeit sowie die Arbeits- und Leistungsfähigkeit die geforderte Qualität, kann eine Überprüfung der Eingliederungsfähigkeit mittels Praktikum im ersten Arbeitsmarkt erfolgen.

 

Arbeitsvermittlung

Die Arbeitsvermittlung bietet Unterstützung während der Stellensuche. Die Angebote umfassen Bewerbungstraining, Unterstützung bei der Stellensuche und Begleitung bei der Einarbeitung mittels Job Coach.

 

Job Coaching

Ist eine begleitete Integration oder Erhaltung des Arbeitsplatzes im ersten Arbeitsmarkt. Die Teilnehmer werden von einem ihnen zugeteilten Job Coach in der Vorbereitung und an den verschiedenen externen Arbeitsplätzen betreut.

Der Job Coach arbeitet eng mit den Vorgesetzten der jeweiligen Einsatzfirmen sowie mit allen in den Fall involvierten Stellen und Personen zusammen. Die Zusammenarbeit beinhaltet individuell angepasste, verbindliche und regelmässige Kontaktaufnahmen am Arbeitsplatz.

 

Einarbeitung auf einen geschützten Arbeitsplatz

Diese Massnahme richtet sich an Personen, welche die Voraussetzungen für eine Praktische Ausbildung (PrA nach INSOS) nicht erfüllen.

Das Ziel ist, Stabilität, Belastbarkeit, Leistungs- und Arbeitsfähigkeit für einen bestimmten Arbeitsplatz sowie Grundkenntnisse im angestrebten Tätigkeitsfeld zu erlangen.

Die Einarbeitung erfolgt im geschützten Umfeld durch Erprobung von praktischen Arbeiten aus dem festgelegten Tätigkeitsfeld sowie unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Situation und der vorhandenen Ressourcen. Durch regelmässige Überprüfung des Massnahmeverlaufs können geeignete Tätigkeiten sowie optimale Einsatzorte in der Geschützen Werkstätte gefunden werden.

 

Berufsschule

Die stiftungsinterne Berufsschule umfasst folgende Hauptbereiche: